Archiv Potsdam e.V./ Leipziger Str 60/ 14473 Potsdam
Spendenkonto: Archiv e.V./ IBAN: DE08 1605 0000 3517 0082 72/ BIC: WELADED1PMB
Verwendungszweck: Spende Bau
Analogspende: Dose am Tresen

(direkte Spenden ersparen uns die Transaktionskosten, werden aber auch in der Kampagne eingetragen)

Das Archiv ist ein seit 1994 bestehendes gemeinnütziges Hausprojekt im Zentrum Potsdams. Liebevoll auch soziokultureller, unabhängiger und unkommerzieller Kulturpalast genannt, blickt das Archiv, verwaltet durch den Archiv e.V. auf über 25Jahre ehrenamtlicher und unentgeltlicher Arbeit zurück. Es gehört zu Potsdam wie das Freiland, die Olga, die Fachhochschule mit dem Casino und anderen linksalternativen Projekten. Es ist ein antifaschistischer, antisexistischer und partizipativer Freiraum für Jugendliche, Junggebliebene, Künstlerinnen, Musikerinnen und geflüchtete Menschen.

Neben Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Ausstellungen bietet das Archiv auch Platz für ein Bewohnerprojekt. Immer wieder finden sich neue selbstorganisierte Gruppen, wie zum Beispiel das Theaterprojekt oder eine Deutschlerngruppe die sich 2016 für einige Monat eigenständig gründete. Für viele Geflüchtete ist das Archiv ein Ort in dem sie willkommen sind, offen begrüßt werden und sich vernetzen können. Zu den täglichen kostenlosen Angeboten gehören ein Kicker, ein Billardtisch und Tischtennis.

Den Nutzerninnen des Archiv ist wichtig das unabhängig von Stand, sozialem Hintergrund, ethnischer Herkunft, oder dem Füllstands des Portemonnaies, alle willkommen sind und sich respektvoll und offen verhalten.

Da das Archiv bereits seit 25 Jahren besteht wird es auch generationsübergreifend und von vielschichtigen Nutzerinnen und Gästen besucht und entwickelt. Für die Musikszene gehört das Archiv zu den Läden in dem von Kleinkunstgruppen bis zu international bekannten Acts alles schon gespielt hat.

Alle Belange und Entscheidungen werden in offenen Plena und im Konsensprinzip geklärt. Selbstorganisierte Gruppen finden hier Räume die kostenlos zu Verfügung stehen, auch wenn diese gerade nur eingeschränkt nutzbar sind.

Bis 2008 gab es 8 Probenräume, eine Atelieretage mit Siebdruck-, Ton- und Larp-Werkstatt, eine Turnhalle und Projekträume in den oberen Etagen. Durch die baupolizeiliche Sperrung, aufgrund von Brandschutzauflagen, sind diese Angebote momentan gesperrt oder nur eingeschränkt nutzbar.

Nach der Schließung zum 01.01.2013 aufgrund der Brandschutzauflagen, schaffte es der Verein in 14 Monaten ehrenamtliche Arbeit, mit enormer tatkräftiger Unterstützung aller Helferinnen und der Spendenbereitschaft der Potsdamerinnen, die Auflagen für die Veranstaltungsetage zu erfüllen und wieder zu eröffnen. Es wurden 50.000€ Spenden gesammelt wodurch die Kosten für die Baumaßnahme finanziert wurden. Insgesamt schaffte der Verein es dadurch einen Bauabschnitt der auf 250.000€ Baukosten geschätzt wurde, zu realisieren.

2008 wurden durch die Landeshauptstadt Potsdam 600.000€ an Fördergeldern bereitgestellt. 2014 wurde dem Verein dann das Gebäude und Gelände in Erbbaupacht übergeben und die Förderung einer Lüftungsanlage übernommen. Nach landen Verhandlungen, einem enormen bürokratischen Aufwand und nicht zuletzt dem Durchhaltevermögen des Vereins wurden die restlciehn Gelder 2018 freigegeben.

Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert als königliche Hofbrauerei erbaut, die von 1716 bis 1799 in Potsdam tätig war. Dadurch steht dieses historische Gebäude unter Denkmalschutz und es kamen hohe Kosten für Sanierung von Fassaden und Dach zustande. Nicht zuletzt trug auch die enorme Baukostensteigerung der letzten Jahre dazu bei, dass die Fördergelder für die Gebäudehüllensanierung ausgeschöpft werden müssen und die innere Brandschutzsanierung, die die gesperrten Projekte wiederbeleben könnte, zurückgestellt werden muss.

Seit Ende Juni komplett eingerüstet

Im Mai diesen Jahres, begann die Gebäudehüllensanierung.

Obwohl mehrere Gutachten eingeholt wurden um den Umfang der Dachsanierung möglichst genau einzuschätzen, steigen nun die Baukosten durch unvorhergesehene, verdeckte Schäden.

Um die Gebäudehüllensanierung dennoch abschließen zu können, ein noch Kostenintensiven Baustopp zu verhindern und nicht zuletzt die Rettung des Gebäudes und des Archivs als Kulturstandort in Potsdam zu realisieren, bitten Wir, die Nutzerinnen, Helferinnen, Kulturschaffenden Potsdams und alle die unser liebgewordenes Haus unterstützen möchten, um Spenden.

Der Umfang und die notwendige Ausführung durch Fachfirmen bietet uns keine Möglichkeiten mehr die Baukostensteigerung durch ehrenamtliche Mithilfe zu deckeln.

 

Einige Eindrücke:

DACH

Nach Abriss der alten Dachpappe wurde festgestellt das die Bestandsschalung  nicht weiter verwendet werden darf. Nach Bauvorschrift ist diese zu dünn. Daher müssen insgesamt 1000 m² Dachschalung erneuert werden. Ein Tein davon wurde bis umgesetzt (aus der vorhandenen Förderung der LHP).

FASSADE

Bereits vor zwei Jahrzehnten wurde der Putz des Gebäudes an der Straßenfassade aus Verkehrssicherungsgründen entfernt. Die der Witterung ausgesetzten Mauern sind stärker in Mitleidenschaft gezogen worden als man vor der Rüstungsstellung hätte sehen können. Dadurch wird der Putzaufbau komplizierter und teurer. Die Fassade soll auch nach historischem Vorbild wiederhergestellt werden. Hier zusehen sind auch die Beiden Stürze die Probleme machen, da das Auflage angepasst werden muss. (Stand der Dinge 19.07.19)

DER TURM

Der historische Turm wird durch den Verein saniert. Dabei stellte sich Heraus das ein Baum sich zwischen den Zinnen, seinen Weg mehrer Meter durch den Turm bahnte. Dadurch muss weit mehr Material abgetragen werden als angenommen und es fallen höhere Kosten für Material an.